Strampeln für den Film

Eifrig wird für den Film gestrampelt

500 Watt muss man beim Treten in die Pedale schaffen, damit ein Kurzfilm mit Bild und Ton auf der Leinwand abläuft. Und die Teilnehmer beim Radl-Kino in der Oberhachinger Bibliothek zeigten vollen Einsatz, um dies möglich zu machen.

„Wir wollten mehr Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Energie es benötigt, um einfach einen kleinen Film ansehen zu können“, erklärte Stefanie Schädel, Umweltpädagogin beim Kreisjugendring, der gemeinsam mit der Gemeinde Oberhaching im Rahmen der Radl-Woche das „Kino“ auf die Beine gestellt hat.

Die Fahrräder werden dazu in ein Gestell gespannt, das das Hinterrad anhebt und die Drehungen auf eine Rolle überträgt, die wiederum daraus Strom erzeugt. „Ich fand die Idee einfach spannend und außerdem habe ich ein neues Fahrrad bekommen und wollte es gleich ausprobieren“, freute sich die 9-jährige Vanessa. Noch fährt sie morgens mit dem Roller in die Schule, aber nach der Fahrradprüfung im nächsten Schuljahr ist der Einsatz des neuen Rads schon in Planung.

Auch der zehnjährige Jonas war begeistert vom Radl-Kino und behielt stets die digitalen Balken am oberen Rand der Leinwand im Blick, die anzeigten, welche Watt-Leistung das eifrige Treten einbringt. „Das macht richtig Spaß und es ist toll zu sehen, wie viel Strom man selbst erzeugen kann.“

Der Kurzfilm „15 Minutes left“ der Filmhochschule, zeigte passend eine Familie, die es bei Stromausfall schafft mit selbst erzeugtem Strom von Fahrrad und Hometrainer eine E-Mail loszuschicken.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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