Sportdreieck wird neu geordnet

Mehr Platz für Sportler

Sowohl der FC Deisenhofen wie auch der TSV Oberhaching benötigen zusätzliche Räumlichkeiten und Spielflächen, um den Bedürfnissen und Wünschen der aktiven Sportler Rechnung zu tragen. Daher war es an der Zeit das so genannte Sportdreieck direkt neben dem Gewerbegebiet neu zu überplanen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Pläne einstimmig befürwortet.

Bereits vor 12 Jahren hat die Gemeinde festgelegt, dass die Fläche dort dem Sport dienen soll und kein Gewerbe angesiedelt werden darf. Es wurde ein Entwicklungsplan entworfen, in dem die entsprechenden Sportanlagen samt Gebäuden ausgearbeitet wurden. Doch die Bedürfnisse der Vereine haben sich in der Zwischenzeit verändert und so hat die Gemeinde gemeinsam mit den Sportvereinen einen neuen Rahmenplan ausgearbeitet, dessen Grundidee es war, dass alle Vereine unabhängig voneinander ihre Teilgebiete entwickeln und trotzdem Synerieeffekte nutzen können.

Beim FC Deisenhofen gibt es dringenden Handlungsbedarf. So spielen dort derzeit 26 Jugendmannschaften, von der D- bis A-Jugend in der zweithöchsten Spielklasse, und müssen sich den Kunstrasenplatz zeitgleich zum Teil mit vier Mannschaften teilen, da ansonsten keine Trainingsmöglichkeit besteht. Auch die Umkleide, die im Jahr 2000 eröffnet wurde und damals für 12 Jugendmannschaften konzipiert war, reicht schon lange nicht mehr. „Wir wissen einfach nicht mehr wohin“, meinte der 1. Vorstand Martin Schmid. „Natürlich sind wir sehr stolz, dass wir so tollen Erfolg und Zulauf haben, und vor allem Oberhachinger bei uns spielen, doch die Unzufriedenheit mit den beengten Platzverhältnissen wächst.“ Dringend ist ein zweiter Kunstrasenplatz nötig, „am liebsten gleich nächstes Jahr“, wie Schmid betonte. Zudem soll ein neues Vereinsheim errichtet werden mit zusätzlichen Umkleiden im Untergeschoss. „Das alte Vereinsheim ist marode und könnte abgerissen werden.“ Dort soll dann eine einfache überdachte Tribüne entstehen.

Das neue Vereinsheim mit Gaststätte soll auf dem alten Kleinfeld errichtet werden, wo dann auch zusätzliche Parkplätze gebaut werden. In der Umkleide von 2000 kann die Jugend weiterhin bleiben. Die Planungen für den Neubau könnten nächstes Jahr schon fertig werden. „Wir hoffen, dann möglichst bald mit dem Bauen anfangen zu können.“

Auch der TSV hofft in den nächsten zwei bis fünf Jahren eine Sportstätte auf dem Areal verwirklichen zu können. Ursprünglich war eine Turnhalle geplant, die aber heute nicht mehr nötig ist, da in der Zwischenzeit die neue Sporthalle an der Grundschule Deisenhfoen zur Verfügung steht und in absehbarer Zeit eine weitere Halle beim Bau des Schulcampus errichtet wird. Jedoch ist ein Mehrzweckgebäude, wo Gymnastik- und Tanzkurse abgehalten werden können, nötig.

Dazu soll noch eine Boulderanlage ins Haus kommen. „Für die zahlreichen Kurse wäre es von großem Vorteil, wenn man nicht auf Räume im ganzen Gemeindegebiet zurückgreifen müsste und es würde auch die Attraktivität des TSV noch erheblich steigern, wenn eine Boulderanlage da wäre, da es großes Interesse für Klettern gibt“, erklärte der 1. Vorstand Bernd Schubert.

Das Gebäude soll hinter dem jetzigen Parkplatz am Kreisel Grünwalder Weg gebaut werden. Parallel sollen dann neben den vorhandenen noch weitere Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Diese könnte auch der TC Deisenhofen nutzen, der im Augenblick nur über die Straße Am Sportplatz erreichbar ist. Langfristig könnte sich der Tennisclub vorstellen, sein Vereinsheim direkt ans Gebäude des TSV anzubauen und das alte Heim aufzugeben.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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