Spatenstich für schnelle Radverbindung

Spatenstich für Radhauptweg

Mitte August starten die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Radhauptweges, der Radfahrern eine bequeme, sichere und ganzjährige Verbindung von Sauerlach bis nach München ermöglichen soll.

Bereits in diesem Winter können Radler dann auf asphaltierter Route über fünf Kilometer von Sauerlach bis zum S-Bahnhof Deisenhofen gelangen. Zudem wird eine ein Kilometer lange Stichverbindung von Lanzenhaar zum Radhauptweg hergerichtet, so dass Radler auch von dort zum Bahnhof kommen. Die Strecke wird vom Winterdienst beider Gemeinden geräumt. Die Kosten von rund zwei Millionen Euro werden vom Kreistag übernommen. „Wir sind sehr froh über das Engagement, als Kommunen hätten wir das nicht stemmen können“, freute sich Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle.

Er ist guter Dinge, dass durch den radgerechten Ausbau die Nutzung stark zunehmen wird und Pendler sich immer mehr auf das Fahrrad als Verkehrsmittel verlassen. „Zudem ist die Verbindung auch wichtig für den geplanten Schulcampus, da die Schüler dann leichter per Rad in FOS und Realschule kommen“, meinte er. Er hofft auch darauf, dass sich ein Antrag der CSU im Kreistag durchsetzt, bei dem allen Bürgern im Landkreis bei Nutzung einer Jahreskarte des ÖPNV der Unterschied zur M-Zone erstattet würde.

Barbara Bogner, Bürgermeisterin von Sauerlach, betonte, dass „die Strecke auf bestehender Trasse errichtet und nicht verbreitert wird“, so dass auf die Natur im Forst keine zusätzliche Belastung zukommt. Ein etwa 40 Meter langes Teilstück zum Radweg entlang der M11 soll den Hauptweg außerdem mit dem überörtlichen Radwegenetz verbinden.

Während der Bauzeit bleibt die Route komplett gesperrt, da der Bauverkehr für Radfahrer gefährlich wäre.

Nächstes Jahr folgt dann der zweite Bauabschnitt vom S-Bahnhof Deisenhofen über den neuralgischen Punkt Nussbaum-Ranch bis zur Großhesseloher Brücke und in die Stadt. Bereits heute werden rund 1800 Radler täglich auf der Strecke bei der Nussbaum-Ranch gezählt, die in Oberhaching Richtung Perlacher Forst und hinein in die Landeshauptstadt führt. Dort wird die Unterführung vollständig erneuert mit übersichtlicher Wegeführung und entsprechender Entwässerung.

Zudem wird derzeit die Asphaltierung der Oberbiberger Straße geprüft, die parallel zur Linienstraße verläuft, wo der Radhauptweg entlangführt. Diese könnte eine zusätzliche Verbindung Richtung Ödenpullach und Deininger Weiher darstellen.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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