Sanierung der Kyberghalle steht an

Kyberghalle soll saniert werden

Noch ist das Dach der Kyberghalle dicht, Schulsport und Veranstaltungen können stattfinden. Doch nach über 30 Jahren ist die Zweifach-Sporthalle der Mittel- und Wirtschaftsschule in die Jahre gekommen und nicht nur das Flachdach bedarf einer Sanierung.

Wie Thomas Bartels vom Ingenieurbüro Bartels den Mitgliedern des Bau- und Werkausschusses berichtete, sollte man die Sanierung der Kyberghalle bald in Angriff nehmen, damit der Bestand nicht baufällig wird und damit langfristig die Kosten explodieren.

Insbesondere das Flachdach zeigt mittlerweile gravierende Mängel und musste schon vor zwei Jahren mit einer wasserundurchlässigen Folie abgedeckt werden, damit es bei Schnee und Regen dicht bleibt. Diese wird regelmäßig kontrolliert, damit sichergestellt ist, dass sie sich durch Wind und Wetter nicht verschoben hat. Nun soll das Dach im Bestand ertüchtigt und modernisiert werden. „Letztlich entsteht ein neues Dach“, sagte Bartels. Doch vom Preis von einer Million Euro zeigte sich Martin Schmid (CSU) schockiert. „Das ist der Wahnsinn, könnte man für die Summe nicht gleich ein komplett neues Dach machen?“ Wie Bartels erläuterte, sei dies schwierig, da innerhalb des Bestands gearbeitet werden muss und das Schulgebäude sich mit einer Wand direkt an die Halle anschließt.

Aber auch das Innere der Halle entspricht nicht mehr heutigen Standards. So werden die Schwingtore ausgetauscht, da sie nicht die heute nötige Sicherheit bieten. Zudem werden die Prallwände erneuert und damit gleichzeitig die Innenverkleidung der Wände ausgetauscht.

Auch Waschräume und Toiletten werden renoviert. Wie der Experte darlegte, müssen dabei die alten Wasserleitungen vollständig entfernt werden, da sie entsprechend der Bauweise vor über 30 Jahren sehr lang sind und sich dort Legionellen festsetzen können. „Im Augenblick werden die Leitungen wöchentlich gespült, um dem vorzubeugen“, meinte er.

Ebenso wird die Technik für Heizung und Lüftung modernisiert, da sich im Augenblick vor allem im Sommer die Hitze in der Halle staut.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme werden auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt. Nachdem die Mitglieder des Bau- und Werkausschusses das Projekt einhellig befürworteten, wird bei den anstehenden Haushaltsberatungen entschieden, ob das Geld im nächsten Haushalt eingestellt werden soll. Bei einem positiven Bescheid werden 2018 die Planungen fertiggestellt und 2019 von Pfingsten bis November gebaut.

 

Text: Birgit Davies

Foto: Gemeinde Oberhaching

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