Regionale Aktion gegen Hunger in der Welt

Aktiv gegen den Hunger in der Welt

Gemeinsam einen Beitrag im Kampf gegen den Hunger in der Welt leisten, das planen das junge Social Start-up Unternehmen Bean United und das Bio G’wölb am Dienstag, den 16. Oktober zum Welternährungstag.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, bei den Menschen kontinuierlich mehr Bewusstsein zu schaffen für die zahlreichen Möglichkeiten dem Hunger in der Welt entgegen zu treten“, meinten Thomas und Philipp Greulich, die vor einem Jahr Bean United gegründet haben. Die Firma beliefert Büros und Privatpersonen im Großraum München und Nürnberg mit Kaffee-und Espressobohnen und sorgt so dafür, dass ihre Kunden Kaffee trinkend Gutes tun, denn 2,50 Euro pro Kilo Kaffee gehen direkt an die Welthungerhilfe. Innerhalb eines Jahres konnten auf diese Weise bisher 17.000 Tagesrationen für hungernde Menschen im Jemen ermöglicht werden.

Mittlerweile fließt das Geld in ein Projekt für Schulmahlzeiten in Burundi und ermöglicht, dass ein Kind pro Kilo verkauftem Kaffee zehn Tage Mittagessen erhält. „Dadurch schicken die Eltern ihre Kinder in die Schule statt sie auf den Feldern arbeiten zu lassen, und damit wird nicht nur die Ernährung gesichert, sondern auch der Schulbesuch, und Bildung ist eine Grundvoraussetzung, um die eigene Zukunft gestalten zu können“, sagte Thomas Greulich. Außerdem helfen die Mütter der Kinder mittags beim Kochen und werden dafür entlohnt, was wiederum zu mehr Selbständigkeit führt. „Die Lebensmittel kommen von Bauern aus der Region, die damit auch profitieren.“

Greulich plant eine Reise nach Burundi, um das Projekt in Augenschein zu nehmen und gleichzeitig dort einen Kaffee-Bauern zu besuchen, um zu sehen, ob dessen Kaffeebohnen für Bean United genutzt werden können. „Wir arbeiten mit der kleinen Rösterei Böhm in Landsberg zusammen, die sich „Fair Trade“ auf die Fahne geschrieben haben.“ Die Kaffeebohnen für die beiden Sorten Espresso und Kaffee Crema, die bisher angeboten werden, stammen aus Hochlagen in Brasilien, Honduras, Indien und Indonesien, natürlich fair gehandelt. Es ist bereits in Planung das Sortiment zu erweitern.

Den „Fair Trade“- Ansatz vertritt auch das Bio G’wölb. „Uns sind fairer Handel und faire Preise ein zentrales Anliegen, damit alle von ihrer Arbeit leben können“, betonten Anja Hadamek und Martina Thalmayr, Geschäftsführerinnen des Bio G’wölb, das seit 2005 am Kirchplatz beheimatet ist. So steht am 16. Oktober zur Kaffeezeit ab 14 Uhr im Laden ein Mitarbeiter von Bean United, bei dem man nicht nur Kaffee probieren, sondern auch Fragen zur Firma und dem Projekt, das unterstützt wird, stellen kann. Anschließend kann man den ganzen Oktober über weiterhin im Bio G’wölb den Kaffee verkosten und kaufen.

Angeschlossen an die Aktion haben sich außerdem der Second Hand Laden Amelie in der Bahnhofstraße in Deisenhofen sowie das Waldhaus Deininger Weiher.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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