Pflaster am Kirchplatz wird ausgebessert

Pflaster wird ausgebessert

Der Belag am historischen Kirchplatz, bestehend aus großen Granitplatten und Kopfsteinpflaster, bleibt vorerst bestehen, wird aber ausgebessert, um mehr Sicherheit für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer zu gewährleisten. Dies berichtete Bürgermeister Stefan Schelle jetzt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Im Vorfeld schlugen die Wogen bei manchen Oberhachingern hoch, als bekannt wurde, dass mittelfristig der bestehende Belag einer glatteren und ebeneren Oberfläche weichen soll. Es gibt Befürworter, aber auch Gegner, die befürchten, dass sich der „historisch-dörfliche“ Charakter des Platzes durch eine Erneuerung des Belags verliert.

Schelle erklärte, dass sich der Bau- und Werkausschuss in einer Beratung zum Straßenbauprogramm mit der Situation am Kirchplatz beschäftigt hat und zu dem Ergebnis kam, dass eine Planung zur Verbesserung der Beschaffenheit der Oberfläche vorerst zurückgestellt wird, da andere Projekte wie der Bau der Grundschule vorrangig sind. „Der Gemeinderat ist sich aber bewusst, dass die Gestaltung, sobald das Projekt in Angriff genommen wird, wichtig ist“, betonte er.

Wie die Verwaltung berichtete, sorgt die bestehende Unterschicht aus einem Zement-Sand-Gemisch dafür, dass das Wasser nicht ablaufen kann und sich bei Frost dadurch die Platten heben. Der Sanierungsaufwand, der kontinuierlich betrieben werden muss, ist erheblich. Zudem liegt unter dem Kirchplatz die älteste Wasserleitung der Gemeinde, die noch aus dem Jahr 1900 stammt, also schlichtweg in den nächsten Jahren erneuert werden muss. Auch das Fernwärme- und Glasfasernetz muss dort noch verlegt werden. Nach einer Begehung durch den Behindertenbeirat wurde außerdem deutlich, dass der Belag für Rollstuhlfahrer wie auch für gehbehinderte Menschen aufgrund der Unebenheiten problematisch ist. Alfred Fischer (FB) meinte, dass die Straße historisch schützenswert sei, worauf Schelle antwortete, dass der Belag erst in den 90er-Jahren entstand. „Historisch wäre ein Kiesweg.“

In der nächsten Zeit wird das Pflaster jedenfalls ausgebessert, für mehr Ebenheit gesorgt und Stellen, wo Platten herausgefallen sind und mit Asphalt aufgefüllt wurden, wieder mit den Granitplatten versehen.

Text und Foto: Birgit Davies
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