Offene Ganztagesschule ab nächstem Schuljahr

Ganztagesschule im Hackschnitzelheizwerk

Ab dem nächsten Schuljahr bietet das Oberhachinger Gymnasium die so genannte Offene Ganztagesschule an. Wie Ludwig Pichler, CSU-Gemeinderat und Lehrer an der Schule, den Räten in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates berichtete, kann dieses Angebot von allen Kinder von der 5. bis 10. Klasse kostenlos wahrgenommen werden.

Als vor zwei Jahren das G9 wieder eingeführt wurde und damit langfristig kaum noch Unterricht am Nachmittag stattfinden wird, bemühte sich die Schule ein Betreuungsangebot zu schaffen, um berufstätige Eltern zu entlasten.

Die Schüler können an vier Tagen in der Woche nach dem Unterricht in der Mensa zu Mittag essen und anschließend in den Räumen im Untergeschoss der Mensa ihre Hausaufgaben erledigen. Betreut werden sie dort von Sozialpädagogen des Kreisjugendrings. Diese kümmern sich auch um die weitere Betreuung der Kinder nach der Lernzeit mit einem vielseitigen Freizeitangebot.

Zudem ist die Schule im Gespräch mit örtlichen Vereinen wie dem TSV oder dem FC Deisenhofen, um Kurse für die unterschiedlichen Interessen der Schüler auf die Beine zu stellen. Auch Wahlunterricht oder Schulkurse wie der Chor werden im Angebot sein. Die Buchung der Offenen Ganztagesschule muss mindestens zwei Tage pro Woche betragen und ist verbindlich. Da der Bedarf schwer absehbar ist, rechnet das Gymnasium zu Beginn mit ein bis zwei Gruppen mit jeweils 14 bis 23 Schülern, wobei die Gruppengröße schwanken wird je nach gebuchten Tagen.

Im ersten Jahr findet die Offene Ganztagesschule in Räumen des Gymnasiums statt, soll aber 2021 ins ehemalige Hackschnitzelheizwerk umziehen, das bis dahin umgebaut wird. Entstehen soll ein offen konzipiertes Gebäude mit Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten und einem kleinen Café.

Der Zweckverband übernimmt die Kosten für den Umbau sowie für Betrieb und Personal, wobei ein staatlicher Zuschuss erfolgen wird. „Trotzdem rechnet der Zweckverband mit einem jährlichen Defizit von 40.000 bis 50.000 Euro“, erklärte Bürgermeister Stefan Schelle.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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