Alter S-Bahn-Tunnel wird saniert

Alter S-Bahn-Tunnel wird saniert

Gute Nachricht für alle Spaziergänger: Der alte Tunnel aus dem 19. Jahrhundert durch den Bahndamm im Gleißental wird im nächsten Jahr endlich saniert.

Dies berichtete jetzt Thomas Loder, Projektingenieur bei der Deutschen Bahn, den Mitgliedern des Bau- und Werkausschusses. Schon seit vielen Jahren ist der Tunnel baufällig und vor allem in den Wintermonaten hängen Eiszapfen von der Decke und auf dem Boden gefährden vereiste Pfützen die Fußgänger.

Wie Loder erklärte, wird das Bauwerk selbst bestehen bleiben, aber innen mit einer Betonschalung versehen. Zudem wird der Boden neu gemacht und eine Entwässerungsrinne wird zusätzlich dafür sorgen, dass Regenwasser ablaufen kann. Nach seinen Worten können auf diese Weise größere Eingriffe in die naturnahe Umgebung wie beispielsweise Baugruben vermieden werden und auch der Verkehr auf den darüber liegenden Gleisen sowie auf der Sauerlacher Straße wird nicht beeinträchtigt.

Zunächst wird aber in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises ein Fachgutachter untersuchen, ob der Tunnel von Fledermäusen als Winterquartier genutzt wird. Sollte dies der Fall sein, plant die Deutsche Bahn in der neuen Schalung künstliche Spalten zu integrieren, die den alten Schlupflöchern der Tiere ähnlich sind, damit diese weiterhin in der kalten Jahreszeit dort unterkommen. Auf Nachfrage von Martin Schmid (CSU), ob man sich sicher sei, dass das funktioniert, meinte Loder, dass in Wuppertal eine ähnliche Lösung von den Fledermäusen angenommen worden sei.

Zudem soll der Durchlass zur Sicherheit der Fußgänger in der Nacht beleuchtet werden. Margit Markl (SPD) meinte dazu, dass der Artenschutz eine wichtige Rolle spiele und man daher prüfen solle, ob die Beleuchtung die Tiere wirklich nicht stören würde.

Die nötigen Rodungen am Bahndamm beginnen im Februar noch vor der Brutzeit der Vögel, die Bauarbeiten selbst starten im Mai und werden voraussichtlich den ganzen Sommer über andauern. Während dieser Monate ist der Tunnel gesperrt.

Text und Foto: Birgit Davies
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