Wechsel an der Spitze

Neue Leitung an der Sportschule

Kontinuierliche Weiterentwicklung, modernste Standards, was die Sportanlagen wie auch die Unterbringung der Sportler betrifft, kann sich die Oberhachinger Sportschule, eine Schule des Bayerischen Landes-Sportverbandes und des Bayerischen Fußball-Verbands, auf die Fahne schreiben. Zweimal wurde sie sogar als „beste Sportschule“ weltweit ausgezeichnet.

Schon seit dem Tag der Eröffnung am 1. Januar 1994 war Hermann Brunner dort Geschäftsführer und hat die Sportschule maßgeblich mitgestaltet. Nun geht der 71-Jährige in den wohlverdienten Ruhestand. „Es war schön, hier zu arbeiten, und ich konnte mich immer auf ein sehr gutes Team verlassen“, meinte er jetzt zum Abschied.

Die Schule beherbergt insgesamt 43 Sportarten. „Die gesamte Zeit über haben wir uns erneuert, ob nun die Medientechnik in den Seminarräumen betreffend oder auch die Ausstattung der Sportanlagen.“ Und das war nach seinen Worten auch nötig, um stets am Ball zu bleiben und höchste Qualität zu bieten. Sportliche Highlights waren für ihn unter anderem, dass die Sportschule 2006 bei der Fußballweltmeisterschaft Teambase für die Nationalmannschaft aus Paraguay war. Die Schule ist außerdem häufig Vorbereitungsstation für Weltmeisterschaften und Europameisterschaften für verschiedene Sportarten wie Judo, Ringen, Handball oder Karate.

Brunner pflegte über die Jahre auch ein enges Verhältnis zur Gemeinde und zu den dort ansässigen Sportvereinen. Gerne übernahm die Sportschule im Notfall auch mal Schneeräumdienst auf dem Rasen des FC Deisenhofen oder stellte dem TSV Sportanlagen zum Training zur Verfügung. „Ein gutes Miteinander ist einfach grundsätzlich wichtig.“

Dass die Sportschule Harald Stempfer als Nachfolger gewonnen hat, freut Brunner besonders. Stempfer war viele Jahre Leiter der Bundesstützpunkte des Deutschen Skiverbands, Vizepräsident des Bayerischen Landes-Sportverbands im Bereich Leistungssport sowie Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Sportstiftung, die sich um die Förderung von Nachwuchstalenten bemüht. „Was Hermann Brunner aufgebaut hat, ist in Deutschland einmalig“, betonte der 63-Jährige, der in Ruhpolding lebt. Er freut sich, auf einer nach seiner Meinung „hervorragenden Basis“ aufbauen zu können.

„Die Bedürfnisse im Sport ändern sich kontinuierlich und dem muss man Rechnung tragen.“ Im Augenblick findet eine Bestandsaufnahme aller Geschäftsfelder statt, um bei Bedarf nachjustieren zu können. Zudem gibt es Überlegungen, den Leistungs- und Spitzensport am Ort weiterzuentwickeln. „Trotzdem bleiben Breitensport und Fußball wie auch die angebotenen Ausbildungen erhalten.“

Text und Foto: Birgit Davies
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