Ein Fest, das die Generationen verbindet

Gemütliches Fest im Wagnerhaus

Ein stimmungsvolles Fest im idyllischen Garten des Wagnerhauses unter Obstbäumen und Sonnenschirmen genossen einige Hundert Besucher zum zehnjährigen Jubiläum des historischen Bauernhauses.

„Unser Ziel war es immer, den Menschen dörfliches Leben anno dazumal zu zeigen und gleichzeitig das wunderschöne alte Haus mit Leben zu füllen“, meinte Florian Schelle, Erster Vorstand des Fördervereins Heimatfreunde Wagnerhaus e.V., der sich um das Bauernhaus kümmert. Der Wunsch ging in Erfüllung. Nicht nur zum Jubiläumsfest, auch unter dem Jahr finden in der Tenne des Wagnerhauses Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Firmenfeste statt, und an jedem ersten Sonntag im Monat gibt es von 14 bis 17 Uhr Führungen durch den Wohntrakt, der museumsdidaktisch hergerichtet wurde.

So führten Vereinsmitglieder die interessierten Gäste durch den Wohnbereich, erzählten Anekdoten zur wechselhaften Geschichte des 1721 erbauten Hauses, berichteten über das alltägliche Leben der Bauern und erklärten den Nutzen alter Gerätschaften. Der sechsjährige Kilian war ganz erstaunt über das Grandl an der Seite des Ofens. Wie Vereinsmitglied Hannelore Thöner ihm und der Besucherin Linda Bischoff erklärte, wurde früher damit Wasser erhitzt. Bischoff, die aus München kommt, war begeistert von dem historischen Bauernhaus. „Das ist wirklich sehenswert und so liebevoll gestaltet“, meinte sie. Eigens gekommen ist die Münchnerin, um die 200 Jahre alte Lederhose zu sehen, die an diesem Tag in der Stube zu bewundern war. Das seltene Prachtstück stammt aus dem Nachlass von Erich Moser und wurde von einem seiner Vorfahren als Meisterstück gefertigt (wir berichteten).

Auch der schöne Bauerngarten mit Kräutern und Blumen zog Gäste aus allen Generationen an, die interessiert anhand kleiner Schildchen die Pflanzen identifizierten.

Text und Foto: Birgit Davies
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