Da bleibt keiner trocken!

Spaß beim Fischerstechen

Gute Kondition und echtes Stehvermögen bewiesen die wackeren Kämpen beim diesjährigen Fischerstechen im Further Naturbad. Mehrere Hundert Schwimmbadbesucher saßen am Beckenrand, ließen die Füße ins Wasser baumeln und feuerten begeistert die Teams von Ortsvereinen und ambitionierten Badegästen an.

Bereits zum siebten Mal seit Eröffnung des Schwimmbades vor acht Jahren traten wieder Schwimmfreunde jeweils in einem kleinen Boot mit Ruderer und Stecher gegeneinander an. Mit langen Stangen, an denen vorne ein Boxhandschuh befestigt war, paddelten die Teilnehmer die 50-Meter-Bahn aufeinander zu und versuchten sich dann mit Schwung gegenseitig vom Boot zu katapultieren – mit mehr oder weniger Erfolg.

„Den Unterschied bei den Kämpfern sieht man in der Gewichtsklasse, die zeigt sich schon am Tiefgang des Bootes“, meinte gut gelaunt Moderator Stefan Schelle, der nicht nur Bürgermeister ist, sondern auch im Vorstand des Vereins Freunde Further Bad, der das Schwimmbad ehrenamtlich betreibt. Ernst war der Kommentar aber nicht zu nehmen, ging es doch vor allem um gemeinsamen Spaß bei dem fröhlichen Wettbewerb. Dies bewies unter anderem das Team der Judokas des TSV Unterhaching, das sich mit einem Bauchplatscher, ausgeführt von der Freiwilligen Feuerwehr Oberhaching, ins Wasser verabschiedete. Aber auch dieses Team fand seinen Meister und landete nach kurzem heftigem Kampf gegen das Team „Steckerlfisch und Ritter Sport“ kopfüber im Pool. „Irgendwann lockt dann einfach das kühle Nass“, kommentierte Schelle vergnügt.

Nach langem kräftezehrendem Ringen konnte das Team „Steckerlfisch und Ritter Sport“ den Wettkampf für sich entscheiden und erhielt den begehrten Wanderpokal „Goldenes Paddel“, original aus Holz und garantiert ohne Gold von Martina Kern, der Ersten Vorsitzenden des Vereins Freunde Further Bad.

Bevor die Ortsvereine in die Boote stiegen, durften auch die Kinder auf Surfbrettern mit Schwimmnudeln gegeneinander antreten, die mehr geschwungen als gestoßen wurden. Die Gewinner erhielten zur Belohnung ein T-Shirt des Naturbads. Die stolzen Sieger bei den Erwachsenen bekamen ein 30-Liter-Fass Bier, ebenso wie die zweiten Sieger von der Freiwilligen Feuerwehr und das drittplatzierte Team „Seewölfe“ mit den Judokas. Dann erholten sich die Kämpen bei einem kühlen Getränk und ließen den Wettkampf, bei dem so mancher blaue Fleck davongetragen wurde, Revue passieren.

„Wir freuen uns sehr, dass die Menschen das Naturbad als echtes Familienbad für alle Generationen wahrnehmen“, sagte Kern. Besonders am Herzen liegt ihr, weitere aktive Mitglieder zu gewinnen. Da das Bad ehrenamtlich betrieben wird, ist es wichtig, dass möglichst viele Leute aktiv mitmachen, denn auf je mehr Schultern sich die Arbeit verteilt, desto leichter wird es für jeden Einzelnen. „Außerdem macht es einfach viel Spaß“, betonte sie.

Text und Foto: Birgit Davies
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