Erster Schritt in die Selbstständigkeit

Abschlussfeier an der Mittel- und Wirtschaftsschule

„Ihr wart eine tolle Gemeinschaft, da fällt es schwer, euch jetzt gehen zu lassen“, meinte Claudia Sanders, Rektorin der Mittel- und Wirtschaftsschule Oberhaching zu den 46 Absolventen bei der diesjährigen Abschlussfeier in der Aula der Schule vor zahlreichen Gästen. Sie erinnerte daran, dass „es ein Glücksfall ist, in einem friedlichen Land zu leben, wo Gewalt geächtet wird“. „Es ist wahres Glück, wenn man Zeit für Familie und Freunde hat oder auch beim heiß ersehnten Ausbildungsplatz starten darf“, betonte sie.

Nach ihren Worten bedeutet der Besuch der Schule nicht nur Weiterbildung, sondern stärkt soziale Kompetenzen wie Selbstbewusstsein, Teamgeist oder Konfliktfähigkeit. „Ich wünsche euch ein Leben voll glücklicher Momente und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.“ Sanders dankte dem engagierten Kollegium, den Sozialpädagogen und dem Hausmeister und erinnerte die Schüler, die stolz ihre Zeugnisse in Händen hielten, dass ohne die Fürsorge der Eltern mancher Schritt nicht möglich gewesen wäre.

Dass dies den Schülern klar war, zeigte sich, als die Jahrgangssprecher ihre Klassenlehrer einzeln nach vorn baten, um persönliche Worte des Dankes für die „tolle Unterstützung“ auszusprechen. „Wir hoffen, dass wir Ihnen nicht den letzten Nerv geraubt haben, und danken für einen offenen und neuen Blick auf die Welt“, meinte Anastasia Busch, die ihren Quali mit der stolzen Note 1,7 gemacht hat und nun eine Ausbildung zur Arzthelferin machen wird.

Bürgermeister Stefan Schelle betonte in seiner Ansprache, dass „nun ein Meilenstein geschafft sei“. Er ermutigte die Absolventen, die nächsten Schritte ins Berufsleben oder auf eine weiterführende Schule optimistisch, aber auch konsequent anzugehen. „Vergesst nicht, dass Freundschaften und ein gutes Miteinander im ganzen Leben wichtig bleiben.“ Für die Schüler, ob nun aus der Mittelschule oder der angeschlossenen Wirtschaftsschule geht es jetzt entweder ins Berufsleben mit einer Lehre zum Einzelhandelskaufmann, Gärtner oder Hotelfachkraft, ins soziale Jahr oder auf eine weiterführende Schule. Die 17-jährige Regine Beyerlein hat den besten Wirtschaftsschulabschluss gemacht und hat große Pläne für die Zukunft. „Ich gehe auf die FOS und möchte dort das reguläre Abitur machen, damit ich dann Grundschullehramt studieren kann“, berichtete sie. Veit Mayer startet im Herbst seine Ausbildung zum Installateur, die Lehrstelle hat er bereits in der Tasche.

Glücklich, nun erst einmal einen entspannten Sommer vor sich zu haben, bevor im Herbst „der Ernst des Lebens“ beginnt, genoss die Schulfamilie einen gemütlichen Festabend mit vielen Gesprächen und einem feinen selbst gemachten Buffet.

Text und Foto: Birgit Davies
Abdruck nicht honorarfrei