Abitur 2017: reife Leistung der Schüler

Nach dem Lernen nun endlich Ausspannen

„Fiesta Abios“ steht auf den T-Shirts der 139 Abiturienten des Oberhachinger Gymnasiums, und eine Fiesta haben sich alle nach dem Pauken für das Abitur verdient. Es ist der stärkste Jahrgang seit 2011, der jetzt die Schule verlässt, und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Rund ein Drittel der Schüler hat eine Eins vor dem Komma. Alle freuen sich nun auf die verdienten Ferien, den Abi-Ball und natürlich die Abi-Fahrt nach Kroatien.

Die besten Noten mit dabei im Gepäck haben die 18-jährige Kerstin Frank und der 17-jährige Nicolas Châlons, die ein Abitur mit 1,0 geschafft haben, direkt gefolgt von Antonia von Sicherer und Vivien Menkhoff, die beide einen stolzen Schnitt von 1,1 erreicht haben. Einig sind sie sich, dass die Aufregung vor den mündlichen Prüfungen größer war als vor den schriftlichen, letztlich das mündliche Abitur aber entspannter war.

Richtig Zeit zum Erholen gönnt sich Nicolas Châlons nicht. Schon im Herbst startet er an der TU München den Studiengang Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre. „Das Studium eröffnet zahlreiche berufliche Möglichkeiten, um später Technik und Management zu verbinden“, meinte er. Den Sommer über geht es aber in den Urlaub mit der Familie, zur Abi-Fahrt und noch mit Freunden nach Mallorca.

Auch für Kerstin Frank stehen Urlaubstage auf dem Plan, denn nach der Abi-Fahrt will sie mit Freunden einen Monat mit Interrail durch Europa reisen. „Bevor ich zu studieren beginne, will ich noch gerne etwas von der Welt sehen, und mein Traum wäre es, nach Amerika oder Australien zu fahren. Anschließend will ich Medizin studieren, wenn möglich hier in München, aber selbst mit einem Schnitt von 1,0 ist es nicht einfach, hier einen Studienplatz zu bekommen“, sagte sie.

Antonia von Sicherer will sich erst einmal eine Auszeit gönnen und fliegt nach Bali, wo sie bei einer sozialen Organisation Kinder in Englisch unterrichten wird. Anschließend möchte sie BWL studieren. „Aber es ist noch völlig offen, in welche Richtung es dann beruflich geht. Gerne würde ich auch im Ausland arbeiten.“

Dagegen hat Vivien Menkhoff bereits alles vorbereitet für ein Freiwilliges Soziales Jahr, das sie in der neuropsychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses absolvieren wird. „Ich habe in diesem Bereich meine Seminararbeit geschrieben und bin sehr interessiert.“ Daher plant sie im Anschluss ein Medizinstudium.

Text und Foto: Birgit Davies
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