Oberhaching bewirbt sich um Schulcampus

Geplanter Standort am S-Bahnhof

Die Diskussion um unterschiedliche Standorte für eine neue Realschule sowie eine FOS/BOS sind voll im Gange. Nun hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den ersten praktischen Schritt unternommen und einstimmig das Areal westlich des S-Bahnhofs Deisenhofen im derzeit gültigen Flächennutzungsplan zu einer Gemeinbedarfsfläche umgewidmet. Zuvor war dort Wohnbaufläche vorgesehen.

Der Bereich ist nur grob umrissen, da der Flächenbedarf für die Schulen noch nicht feststeht. In jedem Fall erhielten Verwaltung und Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München von den Räten den Auftrag, sowohl die Erschließungssituation für den privaten Verkehr wie auch den öffentlichen Nahverkehr zu untersuchen und den bisher im Flächennutzungsplan dargestellten Grünkorridor, der vom Bahnhof Richtung Wald führt, weiter zu berücksichtigen.

Wie Bürgermeister Stefan Schelle den Räten erläuterte, muss man nun die anstehenden Entscheidungen für den am besten geeigneten Standort abwarten, bevor man in die Planungsphase eintreten kann. „Die Zahlen sprechen für den Standort Deisenhofen und auf dem Gelände könnte man Realschule sowie FOS/BOS unterbringen mit den entsprechenden Freiflächen“, meinte er. Derzeit gibt es in Oberhaching allein rund 200 Realschüler, die in Schulen anderer Gemeinden fahren müssen. Käme der Zuschlag, startet nach seinen Worten die Diskussion in Fraktionen, Ausschüssen und mit den Bürgern.

Text und Foto: Birgit Davies
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