Frisches Gemüse vom Feldgarten

Bald gibt es frisches Gemüse

Knackige Salate, frisches Gemüse und bunte Blumen erhoffen sich die ambitionierten Hobbygärtner noch in diesem Sommer vom neuen Feldgarten, der auf einer 500 Quadratmeter großen Fläche neben dem Kindergarten am Bajuwarenring seinen Platz findet. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, das Projekt auf die Beine zu stellen“, meinte Oberhachingerin Brigitte Nerl, die federführend die Organisation übernommen hat.

Bereits in der Bürgerversammlung im November 2015 regte Mitstreiterin Sonja Seidel an, einen Feldgarten für Bürger aus der Gemeinde zu schaffen. Prinzipiell stieß die Idee auf offene Ohren, doch wie sollte die Organisation ablaufen? Und so brauchte es Zeit und Geduld, ein passendes System zu arrangieren. Nun stellt die Gemeinde das Grundstück zur Verfügung. Die Verantwortung und Umsetzung liegt in den Händen der ambitionierten Gartler.

Jetzt steht erst einmal ein gutes Stück Arbeit an, da die Abläufe noch ausprobiert werden müssen. „Wir haben zwei Jahre Zeit, um das Projekt zum Laufen zu bringen, und bei Erfolg steht einer Verlängerung nichts im Weg“, erklärte Nerl. Derzeit besteht die Initiative aus zehn begeisterten Gartlern, die Gemüse und Blumen für ihren Haushalt selbst anbauen wollen. „Das ist nicht nur wunderbar für den Kochtopf, sondern sieht einfach schön aus“, freute sich Mitstreiterin Sonja Seidel. Und auch der Kindergarten als direkter Nachbar freut sich über die Idee, da die Kinder auf diese Weise hautnah das Wachsen der Pflanzen beobachten können.

Geplant ist es, die Parzellen in zwei Größen zu 25 und 50 Quadratmetern zu vergeben. „Die praktische Erfahrung wird zeigen, ob das passt.“ Jedes Jahr werden die Parzellen neu zugeteilt. „Schon jetzt haben sich einige junge Familien mit Kindern angemeldet.“ Jeder zahlt eine Pauschale von einem Euro pro Quadratmeter, was dann auch das Ackern des Grundstücks sowie einen Teil des Wasserverbrauchs und einmalige Anschaffungen wie Gerätekiste, Gartenschlauch, Wasserbehälter oder einen mobilen Zaun beinhaltet. Alles läuft zum Selbstkostenpreis. Das Wasser wird über ein Steigrohr von einem Hydranten direkt beim Grundstück bezogen und am Ende der Vegetationsperiode mit der Gemeinde abgerechnet. Die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut und chemischen Pflanzenschutzmitteln ist natürlich nicht gestattet. „Wir planen, entlang der Grundstücksseite, wo die Straße liegt, eine Bienenweide zu machen. Das ist eine optisch schöne Abgrenzung.“

Die Hobbygärtner freuen sich aber nicht nur auf frisches Gemüse, sondern auch auf nette Kontakte zu Gleichgesinnten, wenn man sich auf dem Feld beim Garteln trifft.

Text und Foto: Birgit Davies
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