Naturbad sucht ehrenamtliche Mitstreiter

Noch herrscht Winterruhe im Naturbad

„Wir stecken mitten in den Vorbereitungen auf die kommende Saison“, berichtete Doris Richter, Schriftführerin des Vereins Freunde Further Bad den rund 60 Mitgliedern, die jetzt zur Jahresversammlung gekommen waren. Schon seit der Eröffnung des Naturbades 2009 bringen sich die Mitglieder aktiv in den Betrieb des Schwimmbads ein, ob das nun Bereiche wie Gartenpflege, Haustechnik, Schließdienst oder IT-Wartung betrifft. Das ehrenamtliche Engagement ermöglicht nicht nur, dass der Betrieb des Bürgerbades relativ unabhängig von der finanziellen Situation der Gemeinde bleibt, sondern bietet zudem die Chance, die Entwicklung des Schwimmbades langfristig mitzugestalten.

„Leider ist es immer schwieriger, Leute zu finden, die mithelfen wollen“, erklärte Richter. Hier hakte auch Bürgermeister Stefan Schelle ein, der 2. Vorsitzender des Vereins ist. „Scheinbar leben viele in unserer Gesellschaft im Glauben, dass irgendjemand anderes es schon machen wird; einfach nur konsumieren ist lustiger als selbst mitanzupacken.“ So suchen die Freunde Further Bad derzeit händeringend nach Rettungsschwimmern. Und auch zusätzliche Kassenkräfte werden benötigt. Wie die 1. Vorsitzende Martina Kern berichtete, war es unter anderem bisher schwierig Leute zu gewinnen, weil die Öffnungszeiten des Schwimmbades wetterabhängig sind und junge Leute ein Zubrot auf verlässlicher Basis verdienen wollen. Daher wird in diesem Sommer ein fester Sockelbetrag bezahlt, zu dem die eigentlichen Arbeitsstunden hinzukommen.

Mit derzeit über 3.000 Mitgliedern sind die Freunde Further Bad nach dem TSV Oberhaching der zweitgrößte Verein am Ort. Besonders freute sich Kern zu berichten, dass seit der Eröffnung des Beachvolleyball-Platzes verstärkt auch Jugendliche das Bad besuchen. „Das ist ein echter Anziehungspunkt!“ Zu Beginn der Saison wird neu eine Boule-Bahn angelegt, um das Freizeitangebot noch attraktiver zu gestalten.

Unerfreulich ist nach ihren Worten, dass vor allem morgens, wenn das Bad noch nicht offiziell aufgemacht hat und nur Mitglieder mit ihrer Jahreskarte hineindürfen, sich Unbefugte mit hineinschleichen. „Uns geht es dabei nicht um entgangene Einnahmen, sondern um Haftung. Der Verein steht in der Pflicht, wenn diesen Personen etwas passiert.“ Sie bat die Mitglieder, darauf zu achten und wies darauf hin, dass bei Verstößen außerdem 50 Euro Bußgeld fällig werden. Ein Mitglied regte an, einen Sichtschutz zur lebhaften Münchner Straße zu errichten, was auf ein positives Echo stieß. Man will jedoch zunächst den Sommer abwarten, um zu sehen, wie sich der Verkehr nach der Sanierung der Straße entwickelt.

Die Preise für den Besuch des Schwimmbades bleiben stabil. Geplant ist schon das Frühlings-Ramadama für alle Mitglieder am 6. Mai um 9 Uhr; ab diesem Tag ist das Bad dann auch für die Mitglieder geöffnet. Die Öffentlichkeit kann ab dem 13. Mai ins Schwimmbad.

Text und Foto: Birgit Davies
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