Brauereigenossenschaft auf Erfolgskurs

Brauereigenossenschaft auf Erfolgskurs

„Wir sind richtig gut aufgestellt und unser Bier kommt bei den Bürgern sehr gut an“, freut sich Florian Schärpf, als einer der Vorstände der Brauereigenossenschaft Oberhaching zuständig für den Bereich Marketing.

Vor einem Jahr beim großen Gründungsfest wurde das erste selbst gebraute Bier vorgestellt und auch die ersten Anteile von begeisterten Bierfreunden gezeichnet. Mittlerweile zählt die Genossenschaft über 400 Mitglieder und es werden drei unterschiedliche Biere angeboten. Neben dem Deisenhof’ner Weißbier gibt es das naturtrübe Kellerbier und neu seit Weihnachten das Stephani-Dunkel. „Kontinuierlich sind wir im Gespräch mit unseren Kunden, denn wenn es ums Thema Geschmack geht, sieht das naturgemäß jeder anders“, meint Schärpf. Geplant ist derzeit ein süffiger Maibock als vierte Sorte. Schon im ersten Jahr wurden 30.000 Liter produziert, also 60.000 Flaschen.

Um die Entwicklung der Biere kümmert sich der Oberhachinger Brauer Johann Griebl, der bei der Münchner Meisterschaft der Jungbrauer im Juni letzten Jahres den dritten Platz erreichte. „Es ist eine tolle Arbeit, die richtig Spaß macht“, meinte er.

Noch ist die Brauereigenossenschaft in den Räumen des alten Hackschnitzelheizwerks untergebracht. Doch das ist nur eine Übergangslösung, bis dort die Umbauarbeiten starten. Langfristig sollen im alten Heizwerk das Jugendprojekt A12 und der TSV ihre Heimat finden. „Also sind wir auf der Suche nach einem schönen Bräustüberl, was aber nicht so leicht ist“, erklärte Schärpf. Schließlich soll dort nicht nur das Bier gebraut werden, sondern parallel ein gemütlicher Treffpunkt für alle Bierfreunde entstehen. „Es ist wirklich toll zu sehen, dass im Rahmen der Brauereigenossenschaft so viele Menschen aller Altersgruppen, sozialer Schichten, alteingesessene Oberhachinger wie auch Neubürger zusammensitzen und ins Gespräch kommen. Da entsteht ganz leger Gemeinschaft.“

Um ihre Biere bekannt zu machen, bemühen sich die Mitglieder Netzwerke aufzubauen. „Wir sprechen mit Gastronomen hier im Ort und stoßen auf offene Ohren“, berichtete der Vorstand. So gibt es die Biere der Brauereigenossenschaft nicht nur beim Getränkemarkt Tremmel, sondern auch im Weißbräu, beim Italiener Il Mercatino, beim Forstner Wirt und im thailändischen Restaurant Thai Fai. „Natürlich waren wir auch bei großen Festen wie dem Straßenfest, dem Christkindlmarkt oder beim Stephaniritt mit dabei.“

Am Freitag, 17. März, findet um 17.30 Uhr die Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder) im Bürgersaal beim Forstner statt. Direkt im Anschluss sind ab 19.30 Uhr alle Bierfreunde zu einem gemütlichen Fest mit Musik der Blaskapelle Deisenhofen, zünftigem bayerischem Essen und natürlich selbst gebrautem Bier eingeladen.

Text und Foto: Birgit Davies
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