Sicherheit für Blinde und Sehbehinderte

Streifen für mehr Sicherheit

Im Zuge der Sanierung der Münchner Straße wurden die Gehwege nicht nur verbreitert, sondern erhielten auch einen Sicherheitsstreifen, der vor allem blinden und sehbehinderten Menschen, die an der Straße unterwegs sind, mehr Kontrolle geben wird.

So ist entlang der Fahrbahn auf dem Bürgersteig direkt neben dem Übergang zur Straße ein Streifen aus Granitkleinstein verlegt, der bruchrau und leicht uneben und auf diese Weise für Menschen mit Blindenstock gut zu ertasten ist. Diese wissen dadurch, dass sie direkt und mit nur wenig Abstand neben der Straße mit dem dort fließenden Verkehr gehen.

Zudem wurden helle Betonsteinplatten mit Noppen oder Rillen verlegt als spezielle so genannte Bodenindikatoren, die Blinden und sehbehinderten Menschen durch Form und Farbe anzeigen, wo eine Zufahrt ist, die Straße gekreuzt werden kann oder das Abbiegen in einen anderen Gehweg möglich ist. Derzeit gibt es Sicherheitsstreifen von der Badstraße bis zur Holzstraße.

Im nächsten Jahr wird dann die restliche Strecke von der Holzstraße bis zur Lanzenhaarer Straße mit den Streifen ausgestattet.

Insgesamt wurden die Gehwege auf beiden Seiten der Münchner Straße verbreitert, damit auch Radfahrer, vor allem unsichere Fahrer und Kinder, dort fahren können, anstatt die lebhafte Münchner Straße nutzen zu müssen. Es besteht jedoch kein Zwang, den Gehweg zum Radfahren zu benutzen.

Text und Foto: Birgit Davies
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