Grundschüler beziehen „ihre“ neue Schule

Wohlfühlen in der neuen Schule

Nach den Weihnachtsferien war es endlich so weit und die Schüler der Deisenhofener Grundschule konnten nach fast zweijähriger Bauzeit „ihr“ neues Schulhaus beziehen, das sie bisher nur neugierig durch Gucklöcher im Bauzaun in Augenschein nehmen durften.

„Ich finde mich noch nicht zurecht, aber das wird schon noch und die Klassenzimmer sind ganz toll“, meinte die achtjährige Aurelia. Die ebenfalls achtjährige Marie findet die Schule „super“ und ist vor allem von der automatischen Lichtanlage in den Toiletten angetan. „Natürlich funktioniert vieles noch nicht reibungslos, aber wir kommen allmählich in die Gänge“, sagte Rektorin Cornelia Winzinger. So sind beispielsweise die modernen Whiteboards nicht in Betrieb, da die Software noch fehlt. „Aber der Umzug selbst verlief reibungslos.“ Über die Weihnachtsferien wurden Mobiliar und Unterrichtsmaterial vom alten Schulhaus ins neue Gebäude gebracht, so dass die Schüler gleich durchstarten konnten. „Verwaltung, Lehrer und Hausmeister haben wirklich viel geleistet, was weit über ihre Pflichten hinausging“, lobte Winzinger das Engagement.

Bei einer Führung für die Eltern, an der rund 80 interessierte Mütter und Väter teilnahmen, berichtete die Rektorin, dass ein provisorischer Gang weiterhin in den alten Teil der Schule führt, wo Hort und Mittgasbetreuung situiert sind. Im Neubau finden zunächst elf Klassen Platz wie auch die Verwaltung der Schule, die dort vorübergehend untergebracht ist. Im nächsten Bauabschnitt wird der Verwaltungstrakt errichtet, der auf dem Platz der alten Schule aus den 70er-Jahren, die nun abgerissen werden kann, gebaut wird. Die drei vierten Klassen sowie die Fachräume, der Hort und die Mittagsbetreuung bleiben im Erweiterungsbau aus dem Jahr 1998, der nicht bestehen bleibt.

Die großen Klassenzimmer im Neubau, von denen jeweils zwei mit einem kleineren Gruppenraum verbunden sind, wo es jetzt möglich ist Intensivierungsstunden im kleinen Kreis abzuhalten, gefiel den Eltern sehr gut. „Ich freue mich schon, wenn erst mal Bilder von den Kindern an den Wänden hängen und das Haus heimeliger wird“, sagte Barbara Pickl, die zwei Kinder an der Schule hat. Dem stimmte auch Claudia Huber zu, die einen Sohn in der dritten Klasse hat. „Aller Anfang ist nun mal holprig, das ist doch normal.“ Begeistert sind alle vom neuen großen Pausenhof mit Blick auf Felder und Wald. „Für die Kinder ist es richtig schön, sich wieder austoben zu können, denn in den letzten Monaten gab es nur einen kleinen Ersatzhof zum Spielen in den Pausen“, berichtete Elternbeiratsvorsitzende Corinna Streubel. Zudem war es nach ihren Worten morgens recht mühsam, den Weg in die Schule zu finden, der sich aufgrund der vielen kleineren Baustellen rund um die Gebäude immer wieder änderte.

Sorgenkind ist die neue 2,5-fach-Sporthalle, bei der es Ende Juni bei einem Schwelbrand während Schweißarbeiten zu einer erheblichen Bauverzögerung kam. „Wir werden wohl erst nach den Osterferien dort Sportunterricht machen können“, erklärte die Rektorin.

Text und Foto: Birgit Davies
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