Neuer Schulzweckverband geplant

Neuer Zweckverband für den Schulcampus

Die Schülerzahlen im Landkreis steigen stetig und um den Bedarf an weiterführenden Schulen zu decken, sind unter anderem ein Schulcampus mit FOS und Realschule in Oberhaching sowie ein Gymnasium in Sauerlach geplant.

Vor allem um Verwaltungskosten zu sparen, überlegten die Mitglieder des Zweckverbands Staatliches Gymnasium Oberhaching, bestehend aus den Gemeinden Oberhaching, Sauerlach, Taufkirchen und Grünwald, den bestehenden Verband um die drei geplanten Schulen zu erweitern. Alle Gemeinderäte bis auf Taufkirchen stimmten der Erweiterung zu. Da aber ein einstimmiger Beschluss nötig war, müssen nun alternative Lösungen überlegt werden.

Daher befürwortete der Oberhachinger Gemeinderat jetzt einhellig die Gründung eines eigenen Zweckverbands für Campus und Gymnasium Sauerlach mit den Gemeinden Oberhaching, Sauerlach und Grünwald. Zudem gibt es erste Gespräche mit Straßlach-Dingharting als weiterem Mitglied.

„Es ist schade, dass Taufkirchen nicht zugestimmt hat, denn sicher kommen auch Schüler von dort in die FOS und dann kann die Gemeinde nicht mitreden“, meinte Bürgermeister Stefan Schelle. Auf Nachfrage von Martin Schmid (CSU), ob Taufkirchner Kinder überhaupt die FOS besuchen dürfen, erklärte er, dass dies natürlich der Fall sei, da es sich um eine staatliche Schule handelt. Nach seinen Worten ist die Entscheidung Taufkirchens bedauerlich, da der Zweckverband eine solidarische Gemeinschaft bildet. „Wir stehen in der Verantwortung eine vernünftige Schullandschaft für unsere Kinder zu schaffen.“

Zudem beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung nun die Modalitäten für einen Austritt Oberhachings aus dem Zweckverband Staatliche Realschule Taufkirchen zu prüfen. Am Neubau der Schule vor einigen Jahren hat sich die Gemeinde Oberhaching mit rund vier Millionen Euro finanziell beteiligt.

Schelle meinte zudem, dass der Standort am S-Bahnhof Deisenhofen optimal für die Situierung des Campus geeignet ist. „Eine Fläche in Furth, wie von manchen Bürgern derzeit als Standort diskutiert, gehört nicht der Gemeinde.“ Die Entwicklung des Verkehrs wird derzeit im Rahmen eines Verkehrsgutachtens geprüft. „Gäbe es dort Wohnbebauung brächte das wesentlich mehr Verkehr“, erklärte Schelle. Im Juli ist eine Bürgerversammlung zum Thema Verkehrsbelastung in diesem Bereich geplant.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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