Musikalischer Jahrgang verabschiedet sich

Gespanntes Warten auf das Abiturzeugnis

Vor allem die Energie und Lust sich zu engagieren „für die Welt und das eigene Umfeld“ wünschte Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle den diesjährigen Abiturienten bei der Abschlussfeier in der Kyberghalle.

„Sie sind der 33. Abiturjahrgang dieses Gymnasiums, insgesamt 3076 Abiturienten haben bisher die Schule verlassen und sich auf den Weg ins Leben gemacht“, meinte er. Wie er betonte, sind es vor allem die menschlichen Erfahrungen, Freundschaften und das Einstehen füreinander, die die Schulzeit prägen sollten. „Nun gilt es, die neu gewonnene Freiheit in die Hand zu nehmen und dabei die nötige Verantwortung für das eigene Leben und die Umwelt zu übernehmen, und die Welt etwas besser zu machen“ sagte er zum Applaus der Abiturienten und ihrer Familien.

Wie anschließend Schulleiter Mathias Müller stolz berichtete, haben 110 Schüler das Abitur erreicht, drei mit der Traumnote 1,0 und 36 Prozent mit einer Eins vor dem Komma.

In seiner Ansprache betonte er, dass sich die jungen Leute aktuell großen Herausforderungen stellen müssen. Konkret verändert vor allem die Digitalisierung das Leben des Einzelnen wie auch der Schule und der Gesellschaft im Ganzen. Er betonte, wie wichtig daher ein bewusster Umgang mit den modernen Medien sei, die neben den oft beschworenen großen Chancen auch die Möglichkeiten zu Cybermobbing, Manipulation und Verunglimpfung von Mitmenschen bieten. Es geht nach seinen Worten darum berührende und prägende Momente wie sie durch den Umgang mit Familie, Freunden und Natur entstehen, in den Mittelpunkt zu rücken. „Als Schulleiter setze ich ein Fragezeichen hinter die Digitalisierung“, sagte er.

Begeistert lobte er außerdem das Engagement des Jahrgangs im Bereich Musik. Ob auf einem Instrument, im Chor oder als Solo-Sänger zeigten diesjährige Abiturienten ihr Können. So spielte unter anderem der 18-jährige Arun Spegel auf dem Klavier das selbst komponierte Stück „Impromtu“ zum großen Applaus der Gäste, Clara Beckett sang „Nuit d‘ étoiles“ von Debussy und Paula und Carlotta Pfitzner spielten auf Violine und Klavier „Oblivion“ von Piazzolla.

Kritisch äußerten sich die Abiturientinnen Maya Brießmann und Acelya Sezer in ihrer Abiturrede über die Schule und ließen dabei nur wenige gute Haare an Rektorat und Lehrkörper, die nach ihren Worten vor allem mit Verboten agierten. „Leider wurde uns, obwohl wir als langweiliger Jahrgang galten, eine Feier zur Abgabe der Seminararbeit und auch der traditionelle Abi-Streich verboten“, berichteten sie. Doch sie freuten sich über den Zusammenhalt der Schüler und betonten, dass viele schöne Erinnerungen an die Schulzeit bleiben werden.

Glücklich und stolz empfingen anschließend alle nicht nur ihr wohlverdientes Abiturzeugnis, sondern erhielten auch eine orange Rose mit auf den Weg.

 

Text und Foto: Birgit Davies

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