Friedliches Miteinander mit Wespe, Biene und Co.

Wespenberater unterstützen bei Problemen

Wer kennt es nicht: kaum hat man sich zu einer gemütlichen Brotzeit oder Kaffee und Kuchen auf Terrasse und Balkon niedergelassen, summen und surren unerwünschte Gäste wie die Deutsche oder die Gemeine Wespe herbei. Noch unangenehmer kann es werden, wenn die Insekten direkt am Haus ein Nest bauen.

Doch die so genannten Hautflügler wie Wespen und Hornissen, Hummeln und Wildbienen sind ein wichtiger Teil der Natur. Zudem stehen die meisten Arten unter Naturschutz und ihre Tötung kann sogar strafrechtlich verfolgt werden.

Wie also ist ein friedliches Miteinander von Mensch und Insekten möglich? Auf Initiative des Landratsamtes wurden auf freiwilliger Basis Imker als zertifizierte Wespenberater geschult, die sich auch mit den Voraussetzungen und Techniken für Umsiedlungsmaßnahmen der Insektenvölker auskennen.

Michaela Szabados, die seit 2001 beim Münchener Bezirksbienenzuchtverein aktiv ist und dort auch Kurse für Neuimker anbietet, gehört zu den Wespenberatern. „Ich bin grundsätzlich sehr naturverbunden und daher fand ich die Möglichkeit andere Menschen mit Rat und Tat zu unterstützen sehr positiv“, meinte sie.

Von praktischen Tipps wie einer Ablenkfütterung, bei der die Insekten nicht zum Tisch kommen, sondern sich abseits an einem Schälchen mit Fruchtsaft und –stückchen bedienen bis zur möglichen Umsiedlung ganzer Völker beraten sie und ihre Kollegen die Bürger. Wer Probleme hat, kann sich nun unter der Email-Adresse wespen-info@mnet-online.de Tipps holen.

 

Text und Foto: Birgit Davies

Abdruck nicht honorarfrei